Bagger, Bögen, Beats

Bagger, Bögen, Beats

Bagger, Bögen, Beats

Normalerweise beschäftigen wir uns mit Tragwerken, Lasten und dem richtigen Zusammenspiel von Kräften. Bei unserem diesjährigen SGHG-Teamtag ging es ausnahmsweise um ganz andere Fragen: Wie groß kann ein Bagger eigentlich sein? Wie treffsicher sind unsere Kolleginnen und Kollegen? Und haben Ingenieure Rhythmus im Blut?

Die Antworten gab es beim gemeinsamen Teamtag unserer Standorte Jena und Halle, den diesmal die Hallenser organisiert hatten.

Los ging’s im ehemaligen Kraftwerk Zschornewitz. Hier wird ein Stück Industriegeschichte mit viel ehrenamtlichem Engagement bewahrt. Besonders spannend: Unsere Gästeführer kannten das Kraftwerk zum Teil noch aus eigener Erfahrung und konnten uns zwischen historischen Schaltanlagen und alten Steuerzentralen so manch spannende Geschichte erzählen.

Anschließend ging es weiter nach Ferropolis, wo einst die Kohle für solche Kraftwerke gefördert wurde. Zwischen den gigantischen Tagebaubaggern kamen selbst unsere Technikfans ins Staunen. Bei einer Führung konnten wir zwei dieser gewaltigen Stahlkolosse auch von innen erkunden und einen Eindruck davon bekommen, welche Technik hier einst im Einsatz war. Wirklich beeindruckend!

Nach so viel schwerem Gerät war es Zeit, ein bisschen Bewegung in die Sache zu bringen. Also auf zum Bogenschießen. Während einige Kolleginnen und Kollegen bereits Erfahrung mit Pfeil und Bogen hatten, waren andere froh, überhaupt die Zielscheibe zu erwischen. Am Ende war es für alle ein großer Spaß – und beim abschließenden Gruppenwettkampf zählte dann beides: Treffsicherheit und Teamgeist.

Direkt danach der nächste Erkenntnisgewinn: Beim Trommel- und Body-Percussion-Workshop erfuhren wir, wie vielfältig sich der menschliche Körper als Instrument einsetzen lässt. Erst galt es, mit Klatschen, Schnippen und Schenkelklopfen einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, möglichst ohne aus dem Takt zu geraten. Später kamen brasilianische Percussion-Instrumente dazu. Und siehe da: Am Ende klang das Ganze tatsächlich nach Musik!

Nach so viel Körpereinsatz hatten wir uns eine andere Form der Rhythmuspflege verdient: den Wechsel zwischen Buffet und Hotelbar. Spätestens hier waren wir uns einig: Unsere Hallenser haben in diesem Jahr einen ziemlich guten Mix aus Technik, Bewegung und Spaß hinbekommen!

Danke für diesen rundum gelungenen Teamtag! Beim nächsten Mal ist Jena wieder mit der Organisation dran. Wir nehmen die Herausforderung an.

Fotos
© SGHG-Ingenieure

weitere Projekte

Die SGHG Ingenieur­gruppe Bautechnik ist eine Unternehmens­gruppe mit Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

250 Runden. Ein Ziel.

250 Runden. Ein Ziel.

250 Runden. Ein Ziel.

SGHG-Geschäftsführer Holger Keitel hat es getan – beim HEROS 100 Spendenmarsch, der von Jan Hähnlein Ende September in Erfurt organisiert wurde. Sein Ziel: Spenden für die NCL-Stiftung und damit für die Erforschung der seltenen und bislang unheilbaren Kinderdemenz zu sammeln. Eine Stiftung, die die SGHG Ingenieure bereits 2024 mit ihrer Weihnachtsspende unterstützt hatte.

Diesmal wurde aus der Unterstützung eine echte Ausdauerprüfung: Statt wie bisher über wechselnde Strecken durch die Thüringer Landschaft führte der HEROS 100 diesmal über die 400-Meter-Bahn eines Sportplatzes in Erfurt-Rieth. Macht bei 100 Kilometern exakt 250 Runden.

Am Samstag um 16 Uhr fiel der Startschuss. Alle fünf Stunden gab es eine kurze Pause, dazwischen wurde gelaufen. Durch den Abend, durch die Nacht, bis in den nächsten Tag. Dabei hatte das vermeintlich monotone Rundenlaufen sogar einen Vorteil: Die rund 30 Teilnehmenden und einige Staffeln begegneten sich immer wieder, konnten so ins Gespräch kommen und sich gegenseitig motivieren. Ganz anders als auf langen Strecken, auf denen sich das Feld irgendwann weit auseinanderzieht.

Während in den umliegenden Häusern nach und nach die Lichter ausgingen, drehte Holger Keitel weiter seine Runden. Und als sie am nächsten Morgen wieder angingen? Lief er immer noch. Am Sonntag um 12.50 Uhr, nach knapp 21 Stunden, war schließlich Kilometer 100 geschafft.

Und das hat sich gelohnt: Das Team der SGHG Ingenieure hatte für jeden gelaufenen Kilometer 50 Euro ausgelobt. So kamen 5.000 Euro für die NCL-Stiftung zusammen. Insgesamt brachte der HEROS 100 diesmal rund 45.000 Euro an Spenden ein.

Ganz ohne Spuren blieb die Aktion allerdings nicht. Ab Kilometer 35 meldeten sich die ersten schmerzhaften Blasen an den Füßen. Die Tage danach musste Holger Keitel auf Flip-Flops im Büro umsteigen. Aber das war es ihm wert: Durch seinen Einsatz konnte der Spendentopf der NCL-Stiftung weiter gefüllt werden. Damit kann nun auch die Erforschung der Krankheit wieder ein Stück weiterlaufen.

Fotos
© Fredi Solcher

weitere Projekte

Die SGHG Ingenieur­gruppe Bautechnik ist eine Unternehmens­gruppe mit Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Eine runde Sache mit Ecken

Eine runde Sache mit Ecken

Eine runde Sache mit Ecken

Seit 2007 gehörte die große Holzkugel auf dem Dach der Imaginata fest zum Bild von Jena-Nord. Nach fast 20 Jahren in 24 Metern Höhe hatten Wind, Regen, Frost und Sonne jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Zum 100. Geburtstag des ehemaligen Umspannwerks bekam das Wahrzeichen deshalb einen Nachfolger: Ende August wurde der Imaginata eine neue Kugel aufs Dach gehoben.

Wobei „Kugel“ konstruktiv nur die halbe Wahrheit ist. Es handelt sich um eine geodätische Kugel, deren Oberfläche sich aus vielen Dreiecken zusammensetzt. Das neue Modell besteht aus 270 Aluminiumrohren und 90 Knotenpunkten, misst vier Meter im Durchmesser und wiegt rund 100 Kilogramm.

Wir als SGHG Ingenieure haben die Berechnung der Statik der Konstruktion übernommen. Die dreidimensionale Geometrie ließ schon die Modellierung zu einer besonderen Aufgabe werden. Knifflig wurde es vor allem dort, wo Alt und Neu zusammentreffen: Das vorhandene Podest der früheren Holzkugel auf dem Dach sollte weiter genutzt und die neue Aluminiumkonstruktion sicher daran verankert werden. Entsprechend genau mussten wir uns die Anschlüsse und die Lastübertragung in den Bestand ansehen.

Für Nicht-Ingenieure: Rund 100 Kilogramm klingen für eine vier Meter große Kugel erstaunlich leicht. In 24 Metern Höhe ist aber nicht ihr Eigengewicht die entscheidende Größe. Der Wind trifft auf die gesamte Konstruktion und erzeugt Kräfte, die über die vielen Stäbe und Knoten bis in die bestehende Verankerung sicher abgetragen werden müssen – besonders im Winter, wenn die Kugel vereisen sollte. Das konnten wir mit unseren Berechnungen sicherstellen.

Möglich wurde der Bau der neuen Kugel auch durch Unterstützung aus Jena. Über die Jena-Crowd der Stadtwerke Jena-Pößneck wurden im Sommer Spenden für die Konstruktion der Kugel sowie für Statik und Bauantrag gesammelt. Auch wir als SGHG Ingenieure haben das Projekt unterstützt und einen Teil unserer Leistung als Spende beigesteuert.

Fotos
© SGHG Ingenieure GmbH

weitere Projekte

Die SGHG Ingenieur­gruppe Bautechnik ist eine Unternehmens­gruppe mit Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Ein Haus, das Halt gibt

Ein Haus, das Halt gibt

Ein Haus, das Halt gibt

Seit gut einem Jahr begleiten wir den Neubau der Familientagesklinik St. Monika auf dem Gelände der Alexianer Klinik Bosse in Wittenberg. Am 21. August gab es einen schönen Anlass, den Taschenrechner kurz beiseitezulegen: Der Rohbau steht, Richtfest!

In dem neuen Gebäude sollen ab Mitte 2027 bis zu acht Familien gleichzeitig aufgenommen und therapeutisch begleitet werden können. Entsprechend offen und freundlich ist auch die Architektur gedacht. Der zweigeschossige Bau öffnet sich hufeisenförmig zu einem Innenhof, im Bereich des Sportraums sorgt eine große Pfosten-Riegel-Fassade für viel Licht und Weite.

Damit hier möglichst wenig Wand im Weg steht, braucht es an anderer Stelle umso mehr Tragwerk. Deshalb fängt ein großer Unterzug mit Stahlstütze die darüberliegenden Lasten ab. Eine Konstruktion, bei der für uns neben der Statik auch der Brandschutz eine besondere Rolle spielte.

Seit Juni 2025 sind wir bei diesem Projekt als Tragwerksplaner dabei. Nach Abschluss der statischen Berechnungen begleiten wir nun die Ausführungsplanung und konnten jetzt beim Richtfest erstmals mitten in dem Haus stehen, das künftig Familien Halt geben soll. Unser Kollege Christian Schültzke war für uns in Wittenberg dabei und feierte gemeinsam mit Handwerkern, Architekten, Fachplanern und Mitarbeitenden der Klinik den erreichten Meilenstein.

Jetzt geht es an den Innenausbau. Wir wünschen allen Beteiligten weiterhin gutes Gelingen und freuen uns darauf, wenn aus dem Rohbau ein Ort wird, an dem Eltern und Kinder in sicherer Umgebung gemeinsam neue Wege gehen können.

Fotos
© SGHG Ingenieure GmbH

weitere Projekte

Die SGHG Ingenieur­gruppe Bautechnik ist eine Unternehmens­gruppe mit Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Die Basis für Windkraft

Die Basis für Windkraft

Die Basis für Windkraft

Bevor sich ein Windrad zum ersten Mal dreht, muss es fest in der Erde verankert werden. Auch dafür sorgen die SGHG Ingenieure. Nahe der Ortschaften Linda und Kleinlohma entstehen derzeit zwei neue Windparks mit insgesamt 18 Windenergieanlagen des Herstellers Nordex mit einer Nabenhöhe von 179 Metern (Linda) und 164 Metern (Kleinlohma). Damit die Anlagen Wind und Wetter über Jahrzehnte standhalten, beginnt ihre Stabilität dort, wo später niemand mehr hinschaut: im Fundament.

Als Prüfingenieure für Standsicherheit begleiten wir die Bauausführung dieser Gründungen. Unser Kollege Martin Karasek war vor Ort, um zu prüfen, ob die Fundamente entsprechend der Planung und passend zum jeweiligen Baugrund ausgeführt werden. Denn auch wenn die Windenergieanlagen bereits vorab TÜV-geprüft sind, müssen sie an die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.

Die Belastungen, die dabei berücksichtigt werden müssen, sind enorm. Die Fundamente müssen Kräfte aufnehmen, die einer Normalkraft von rund 23.000 kN, einer Querkraft von etwa 2.000 kN und einem Biegemoment von 245.000 kNm entsprechen. Deshalb fließen in jedes einzelne Fundament rund 820 Kubikmeter Beton und mehr als 100 Tonnen Bewehrungsstahl. Am Ende bringt allein das Fundament eines Windrades rund 2040 Tonnen auf die Waage.

Nach ihrer Fertigstellung werden die Fundamente noch einmal vollständig mit Erde bedeckt – für noch mehr Stabilität: Die zusätzliche Erdschicht erhöht das Eigengewicht und sorgt dafür, dass die Anlage auch bei starken Windlasten sicher im Boden verankert bleibt.

In Linda sind die Fundamentarbeiten abgeschlossen. In Kleinlohma stehen bereits die ersten beiden Anlagen mit Turbine und Rotorblättern. Ein weiteres spannendes Projekt für uns, das zeigt: Die eigentliche Ingenieurleistung beginnt oft dort, wo sie später niemand mehr sieht.

Fotos
© SGHG Ingenieure GmbH

weitere Projekte

Die SGHG Ingenieur­gruppe Bautechnik ist eine Unternehmens­gruppe mit Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.