250 Runden. Ein Ziel.
SGHG-Geschäftsführer Holger Keitel hat es getan – beim HEROS 100 Spendenmarsch, der von Jan Hähnlein Ende September in Erfurt organisiert wurde. Sein Ziel: Spenden für die NCL-Stiftung und damit für die Erforschung der seltenen und bislang unheilbaren Kinderdemenz zu sammeln. Eine Stiftung, die die SGHG Ingenieure bereits 2024 mit ihrer Weihnachtsspende unterstützt hatte.
Diesmal wurde aus der Unterstützung eine echte Ausdauerprüfung: Statt wie bisher über wechselnde Strecken durch die Thüringer Landschaft führte der HEROS 100 diesmal über die 400-Meter-Bahn eines Sportplatzes in Erfurt-Rieth. Macht bei 100 Kilometern exakt 250 Runden.
Am Samstag um 16 Uhr fiel der Startschuss. Alle fünf Stunden gab es eine kurze Pause, dazwischen wurde gelaufen. Durch den Abend, durch die Nacht, bis in den nächsten Tag. Dabei hatte das vermeintlich monotone Rundenlaufen sogar einen Vorteil: Die rund 30 Teilnehmenden und einige Staffeln begegneten sich immer wieder, konnten so ins Gespräch kommen und sich gegenseitig motivieren. Ganz anders als auf langen Strecken, auf denen sich das Feld irgendwann weit auseinanderzieht.
Während in den umliegenden Häusern nach und nach die Lichter ausgingen, drehte Holger Keitel weiter seine Runden. Und als sie am nächsten Morgen wieder angingen? Lief er immer noch. Am Sonntag um 12.50 Uhr, nach knapp 21 Stunden, war schließlich Kilometer 100 geschafft.
Und das hat sich gelohnt: Das Team der SGHG Ingenieure hatte für jeden gelaufenen Kilometer 50 Euro ausgelobt. So kamen 5.000 Euro für die NCL-Stiftung zusammen. Insgesamt brachte der HEROS 100 diesmal rund 45.000 Euro an Spenden ein.
Ganz ohne Spuren blieb die Aktion allerdings nicht. Ab Kilometer 35 meldeten sich die ersten schmerzhaften Blasen an den Füßen. Die Tage danach musste Holger Keitel auf Flip-Flops im Büro umsteigen. Aber das war es ihm wert: Durch seinen Einsatz konnte der Spendentopf der NCL-Stiftung weiter gefüllt werden. Damit kann nun auch die Erforschung der Krankheit wieder ein Stück weiterlaufen.
Fotos
© Fredi Solcher
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