Die Basis für Windkraft

Bevor sich ein Windrad zum ersten Mal dreht, muss es fest in der Erde verankert werden. Auch dafür sorgen die SGHG Ingenieure. Nahe der Ortschaften Linda und Kleinlohma entstehen derzeit zwei neue Windparks mit insgesamt 18 Windenergieanlagen des Herstellers Nordex mit einer Nabenhöhe von 179 Metern (Linda) und 164 Metern (Kleinlohma). Damit die Anlagen Wind und Wetter über Jahrzehnte standhalten, beginnt ihre Stabilität dort, wo später niemand mehr hinschaut: im Fundament.

Als Prüfingenieure für Standsicherheit begleiten wir die Bauausführung dieser Gründungen. Unser Kollege Martin Karasek war vor Ort, um zu prüfen, ob die Fundamente entsprechend der Planung und passend zum jeweiligen Baugrund ausgeführt werden. Denn auch wenn die Windenergieanlagen bereits vorab TÜV-geprüft sind, müssen sie an die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.

Die Belastungen, die dabei berücksichtigt werden müssen, sind enorm. Die Fundamente müssen Kräfte aufnehmen, die einer Normalkraft von rund 23.000 kN, einer Querkraft von etwa 2.000 kN und einem Biegemoment von 245.000 kNm entsprechen. Deshalb fließen in jedes einzelne Fundament rund 820 Kubikmeter Beton und mehr als 100 Tonnen Bewehrungsstahl. Am Ende bringt allein das Fundament eines Windrades rund 2040 Tonnen auf die Waage.

Nach ihrer Fertigstellung werden die Fundamente noch einmal vollständig mit Erde bedeckt – für noch mehr Stabilität: Die zusätzliche Erdschicht erhöht das Eigengewicht und sorgt dafür, dass die Anlage auch bei starken Windlasten sicher im Boden verankert bleibt.

In Linda sind die Fundamentarbeiten abgeschlossen. In Kleinlohma stehen bereits die ersten beiden Anlagen mit Turbine und Rotorblättern. Ein weiteres spannendes Projekt für uns, das zeigt: Die eigentliche Ingenieurleistung beginnt oft dort, wo sie später niemand mehr sieht.

Fotos
© SGHG Ingenieure GmbH

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