Neubau Labor- und Lehrgebäude für das Helmholtzinstitut Jena
Der Neubau für das Helmholtzinstitut in Jena ist als Labor- und Lehrgebäude konzipiert. In dem Untergeschoss, welches über eine Schleuse bis an das Bestandsgebäude heranreicht, befindet sich das Laserlabor (Targetraum). Im Erdgeschoss sind diverse weitere Labore angeordnet und in den zwei Obergeschossen sind Seminarräume und Büros vorzufinden. Durch die Gebäudelage am Hang ist das Gebäude auf drei verschiedenen Ebenen von außen zugänglich.
Die Bauweise des Gebäudes ist ein massives Untergeschoss in Stahlbetonbauweise mit WU-Beton und ein Stahlbetonskelettbau in den Obergeschossen. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt über den Treppenhauskern. Die Ausfachungswände zwischen den Stützen im Bereich der Außenwände sind nichttragende Porenbetonelemente. Der Ausgang im 1. Obergeschoss wurde durch eine Verbindungsbrücke in Stahlbauweise realisiert. Besonderheiten im Untergeschoss sind die schwingungstechnisch ausgelegten Bodenplatten, die geringe Schwingungen mit hohen Eigenfrequenzen für die Forschungstätigkeit des Bauherrn aufweisen mussten, sowie die aus Strahlenschutzgründen bis zu 1,5m starken Stahlbetonwände.
Aufgrund der Hanglage mussten diverse Baugrubenverbauten eingesetzt werden. Den wesentlichen Teil bildet eine bis zu 9m hohe Nagelwand, deren oberer Teil (4m) als dauerhafte Hangsicherung wirkt. Neben der Nagelwand kamen Trägerbohlwände sowie eine Stabilisierung einer Bestandsgründung mittels Unterfangung und Nagelwand zum Einsatz. Für die Außenanlagen wurden diverse Stützwände geplant.
Foto
SGHG Ingenieure
Bezeichnung
Neubau Labor- und Lehrgebäude für das Helmholtzinstitut Jena
Besonderheiten Strahlenschutzwände, WU-Beton, Skelettbau, schwingungstechnisch optimierte Bodenplatte, Nagelwände, Trägerbohlwandverbau, Unterfangung
Bauort
Jena
Bauherr
Freistaat Thüringen – Landesamt für Bau und Verkehr – Referat Hochschulbauten
Ansprechpartner
Frau Schmidt
Leistungszeitraum
07/2018 – 12/2021
Leistung
Tragwerksplanung,
Leistungsphasen 1-6, 8 gemäß HOAI
Mitarbeiter
Dr.-Ing. H.Keitel (SGHG), Dipl.-Ing. Dirk Lühdemann (Geotechnik Dr. Nottrodt), Dipl.-Ing. Ahlemann (SGHG), Annett Kixmüller (SGHG)
Baukosten
—
Inbetriebnahme
01.11.2022
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Die SGHG Ingenieurgruppe Bautechnik ist eine Unternehmensgruppe mit Standorten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.
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